Dennoch
Lieder von Alban Berg
und Stefan Heucke,
Gedichte von Hilde 
Domin

Erleben Sie zum Auftakt des Liedfestival Ruhr 2022 eine der großen Sopranistinnen unserer Tage mit einem außergewöhnlichen Programm:

Anne Schwanewilms lässt gemeinsam mit Manuel Lange und Wolf-Dietrich Rammler Alban Bergs von spätromantischem Klangzauber durchwobenene Sieben frühe Lieder  auf  Stefan Heuckes 2021 uraufgeführten Liederzyklus Dennoch und rezitierte Texte der Dichterin Hilde Domin (1909–2006) treffen,  die in ihrer Lyrik zur unermüdlichen Botschafterin von Versöhnung, Hoffnung und Menschlichkeit wurde.  

Anne Schwanewilms | Sopran

Manuel Lange | Klavier

Wolf-Dietrich Rammler | Rezitation

Donnerstag, 13. Oktober, 19:30

Schloss Borbeck, Residenzsaal

Schlossstraße 101, 45355 Essen

Karten zu 20€ / 12€ an der Abendkasse

auf Wunsch Reservierung hier:

Anne Schwanewilms

Sopran 

Als eine der bedeutendsten Interpretinnen der Werke von Richard Strauss hat sich Anne Schwanewilms weltweit einen Namen gemacht. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Arabella, Ariadne, Chrysothemis, Feldmarschallin und Kaiserin und erstreckt sich auf Rollen wie Elsa, Elisabeth, Marie und Großherzogin von Gerolstein. Sie ist regelmäßiger Gast an den großen internationalen Opernhäusern, darunter München, Berlin, Wien, Zürich, London, Madrid, Barcelona, Mailand und New York. An der Sächsischen Staatsoper Dresden konnte sie unter der Leitung von Christian Thielemann große Erfolge als Arabella und Chrysothemis feiern. Bei Salzburger Festspielen beeindruckten ihre Auftritte als Carlotta in Schrekers „Die Gezeichneten“ und als Kaiserin in „Die Frau ohne Schatten“ nachhaltig. Anne Schwanewilms arbeitet mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Zubin Metha, Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Vladimir Jurowski und Christoph von Dohnányi zusammen. Auch auf dem Konzertpodium fühlt sie sich zu Hause, Engagements führten sie unter anderem zu den Berliner Philharmonikern, dem Leipziger Gewandhausorchester und dem London Philharmonic Orchestra. Ihre große Liebe gilt dem Lied. Sie hat sich zu einer der renommiertesten Liedsägerinnen überhaupt entwickelt. Begleitet von Pianisten wie Malcolm Martineau und Charles Spencer konnte sie mit ihren Deutungen von Liedern von Schumann, Schubert, Wolf, Wagner, Liszt, Mahler, Strauss, Schreker und Korngold künstlerische Maßstäbe setzen. Von Anne Schwanewilms liegt eine umfangreiche Diskografie vor. Neben zahlreichen Operneinspielungen auf CD und DVD sind mehrere reine Lied-Aufnahmen erschienen. Die Sopranistin erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. 2002 wurde sie von der Zeitschrift „Opernwelt“ zur Sängerin des Jahres gewählt. Für die CD-Einspielung „Wozzeck“ wurde sie 2017 mit dem ECHO Klassik und 2018 mit dem GRAMMY ausgezeichnet. 2019 erhielt die DVD „Die Meistersinger von Nürnberg“ von den Bayreuther Festspielen mit Anne Schwanewilms als Eva einen OPUS Klassik.

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© studioline

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Manuel Lange

Klavier

Der Berliner Pianist Manuel Lange absolvierte seine Studien bei Oleg Maisenberg in Stuttgart sowie bei Hans Leygraf in Salzburg und Berlin. Zudem nahm er regelmäßig an Liedmeisterklassen von Dietrich Fischer-Dieskau, Aribert Reimann und Wolfram Rieger teil. Er zählt heute zu den renommiertesten Liedbegleitern Deutschlands und gab Konzerte zusammen mit Anne Schwanewilms, Mojca Erdmann, Doris Soffel, Gerhild Romberger, Hermine May, Sibylla Rubens, Lothar Odinius, Jussi Myllys, Mario Zeffiri und Sebastian Noack unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, im Wiener Musikverein, an der Dresdner Semperoper, an der Mailänder Scala, an der Opéra Comique in Paris, im Teatro del Liceo in Barcelona, im Théatre de la Monnaie in Brüssel, an der Opéra du Rhin in Straßburg, in der Kölner und der Essener Philharmonie, an der Oper Frankfurt, in den drei Berliner Opernhäuseren, im Megaron in Athen und im Musiikkitalo Helsinki. Zudem gastierte er bei Festivals wie den Sommerfestspielen Baden-Baden, der Ruhrtriennale, den Maifestspielen Wiesbaden und dem Heidelberger Frühling. Nach einer sechsjährigen Tätigkeit als Professor für Gesangsrepertoire an der Universität der Künste Berlin erhielt Manuel Lange zum Wintersemester 2011/12 einen Ruf als Professor für Liedgestaltung an die Hochschule für Musik in Detmold. Manuel Lange lebt mit seiner Familie in Berlin und ist der Zwillingsbruder des Komponisten Marius Felix Lange.

Wolf-Dietrich Rammler

Rezitation

Wolf-Dietrich Rammler, Jahrgang 1952, wurde in Apolda/Thüringen geboren. Seine Ausbildung als Schauspieler erhielt er von 1976 bis 1980 an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig. 1980 wurde er ans Schauspielhaus Leipzig engagiert und war danach15 Jahre dessen Mitglied. 1983 gründete er mit der Pianistin Gerlinde Otto das Ensemble „littera et musica“, das sich der dramaturgischen Verknüpfung von Text und Musik verschrieben hat. Seit dieser Zeit sind mehr als ein Dutzend literarisch-musikalische Programme entstanden, die Text und Musik im Kontrast, als künstlerisches Weiterfühlen oder als Überleitung verbinden.1995 wechselte Wolf-Dietrich Rammler als künstlerischer Mitarbeiter an das Schauspielinstitut „Hans Otto“ der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, Leipzig. 2010 wurde er als Professor für Schauspiel am gleichen Institut berufen, dem er danach bis zum Frühjahr 2018 als stellvertretender Institutsleiter angehörte. Im Rahmen der traditionellen Sommertheater der Schauspielstudenten trat er erstmals als Regisseur hervor und konnte mit seinen Inszenierungen nach Texten von William Shakespeare (2006 „Sommer-Nacht-Traum“, 2009 „Romeo und Julia“) Beachtung finden. Neben seiner Tätigkeit als Dozent tourte Wolf-Dietrich Rammler mit seinen literarisch-musikalischen Programmen durch Schlösser und Kleinkunstbühnen in ganz Deutschland und stand regelmäßig für Film und Fernsehen vor der Kamera. In größeren Abständen wurde er auch immer wieder vom MDR-Hörfunk verpflichtet und ist an großen Produktionen des Senders oder Hörbuchproduktionen beteiligt. Seit 2018 ist Wolf-Dietrich Rammler wieder ausschließlich freiberuflich als Schauspieler tätig.

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Stefan Heucke

Das Werkverzeichnis von Stefan Heucke (*1959) umfasst über 120 Werke aller Gattungen, Opern, Oratorien, Sinfonien, Konzerte, geistliche Musik, Kammermusik und Lieder. Seine Werke werden in der ganzen Welt von prominenten Orchestern und Solisten aufgeführt. Zahlreiche seiner Werke liegen als CDs und Rundfunkproduktionen vor. Besonderes Aufsehen erregte seine große Oper über „Das Frauenorchester von Auschwitz“ (2006). Heucke war Composer-in-residence bei mehreren Orchestern und internationalen Festivals. 2016 eröffnete der neue Bochumer Konzertsaal seine Tore mit Heuckes Kantate Baruch ata Adonaij – Gesegnet seist Du Herr“. 2017 wurde seine abendfüllende „Deutsche Messe“ für Soli, Chor und Orchester anlässlich des Luther-Jahres in Berlin vom Deutschen Symphonie-Orchester und dem Berliner Rundfunkchor uraufgeführt. 2021 erhielt Heucke drei Aufträge für zwei neue Opern und eine Markus-Passion für Soli, Chor und Orchester für das Bach-Fest in Münster 2024 Seit 1996 werden Heuckes Werke bei Schott Music International verlegt. Er lebt als freischaffender Komponist abwechselnd in Deutschland und in Italien.